Die oft grausamen Experimente geschehen angeblich zum Wohl des Menschen. Aber Tiere reagieren auf Stoffe und Eingriffe oft anders als Menschen. Chemikalien, Arzneimittel, Operationen und andere Behandlungen, die an Tieren mit Erfolg getestet wurden, verursachen bei Menschen immer wieder Gesundheitsschäden und Todesfälle. So beschränkt sich die vorherrschende schulmedizinische Forschung mit Hilfe von Tierexperimenten auf den zumeist erfolglosen Versuch, Symptome von Krankheiten "besser" zu beherrschen. Ergebnis: Nach jahrzehntelangem Tierverbrauch kann gerade ein Drittel der rund 30.000 Krankheiten irgendwie behandelt, aber nicht geheilt werden. Obwohl die inzwischen kaum noch bezahlbare "Schulmedizin" vor allem Krebs und Herz- und Kreislauf- Leiden durch Tierexperimente zu bekämpfen versucht, gehören diese Krankheiten unverändert zu den häufigsten Todesursachen. Und mehr als 10 Jahre weltweiter Tierexperimente erbrachten ein Medikament noch einen Impfstoff gegen AIDS.
Wirklich gültige Erkenntnisse für und über Menschen verdanken wir nicht Tierversuchen, sondern vor allem gezielten Beobachtungen und Untersuchungen von Kranken und Gesunden. Zudem lassen sich Tierexperimente immer mehr durch andere Methoden (Versuche an Mikroorganismen, Zellkulturen, Gewebeproben, ...) ersetzen.
Gefährlich sind Tierversuche nicht nur als Quelle möglicher Fehler und Irrtümer, sondern auch, weil sie die Achtung vor dem Leben mindern. Rüstungsfoschung, illegale Menschenversuche, Experimente an menschlichen Embryonen und die Risiken der Genmanipulation zeigen: Von der Maus zum Menschen ist es immer wieder ein Katzensprung.
Rücksichtnahme auf andere und Achtung vor dem Leben sind keine Sache herablassenden Beliebens, sondern ein Gebot unverzichtbarer Gerechtikeit. Wir müssen Abschied nehmen von einer ebenso inhumanen wie unethischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, die fühlende und leidensfähige Lebewesen zu bloßen Ressourcen, Produktionsmitteln und Versuchsobjekten erniedrigen.
Wo Tiere leiden und sterben, leidet und stirbt früher oder später auch der Mensch. Da die Freiheit der Forschung schon so weit gekommen ist, Schwache und Hilflose für überaus zweifelhafte Zwecke mißbrauchen zu dürfen, liegt die Abschaffung der Tierversuche nicht nur im Interesse unserer Mitgeschöpfe. Sie ist auch zur Wahrung der Menschenwürde und aus Gründen des Menschenschutzes überfällig. Denn die Schäden, Risiken, Nachteile und Gefahren der massenhaften Tierexperimente tragen letzlich alle Bürger - als Patienten, Verbraucher und Steuerzahler.
Tierversuche und Genmanipulationen sind Gewalt gegen Wehrlose. Gewalt darf kein Mittel der Erkenntnis- und Vortteilsgewinnung sein. Als fühlende und leidensfähige Mitlebewesen haben auch Tiere ein Recht auf wirksamen Schutz vor Mißbrauch und Willkür, das endlich durchgesetzt und respektiert werden muß. Helfen Sie mit, Tierversuche sowie andere Tierleiden und Tieropfer abzuschaffen - Mensch und Mitgeschöpf werden es Ihnen danken!
Ilja Weiss