Die Bundesrepublik Deutschland gehört weltweit zu den Hauptimporteuren von Pelzen. Ein Grundbedürfnis nennt es die Pelzindustrie, aber haben Sie auch dann noch das Bedürfnis, wenn Sie wissen, was sich hinter einem schönen Pelzmantel verbergen kann?
Für einen Pelzmantel sterben ca. 6 Ozelots oder 14 Luchse oder 40-60 Nerze oder 12 Wölfe oder 110 Eichhörnchen oder 120-150 Chinchillas oder ...
Millionen von Pelztieren (Waschbären, Füchse, Marder, Luchse, ...) geraten jährlich in Fangeisen und Schlingen. Dabei werden die Tiere keinesfalls immer sofort getötet, meist werden sie nur am Bein festgehalten, damit das Fell nicht beschädigt wird. So gefangen kämpfen die Tiere oft Stunden oder gar Tage um ihr Leben, bevor sie an Erschöpfung, Hunger oder an ihren Verletzungen sterben. Bei ihren vergeblichen Befreiungsversuchen reißen sie sich tiefe Wunden ins Fleisch, verrenken ober brechen sich die Gliedmaßen. Manche Tiere beißen sich sogar die eingeklemmten Pfoten ab. Der erbärmliche Anblick von Tieren, die in der Falle verendet sind, gibt Zeugnis von den Leiden und ängsten, denen diese Tiere ausgesetzt waren. Aber: nicht nur Pelztiere gehen in den Fallen qualvoll zugrunde. Das Fangeisen ist vielleicht die grausamste, jedoch nicht die einzige Fangmethode. Für den Sumpfbiber beispielsweise, der in den Gewässern lebt, werden Unterwasser-Ertränkfallen eingesetzt, die nichts anderes sind als Erstickungsboxen. Die Tiere, die in diesen luftgefüllten Kästen unter Wasser gefangen werden, verenden durch Sauerstoffmangel.
Hier sellt sich die Frage, ob vielleicht
Pelzfarmen als mögliche Alternative in Frage kommen. Aber:
ist es zu verantworten, daß Tiere alleine für Luxusartikel
in Gefangenschaft leben und sterben müssen. Auf Pelztierfarmen
werden nicht einmal die Minimalansprüche der Tiere erfüllt.
Enge Zuchtkäfige. Auf engstem Raum werden Tiere, die sich in
freier Wildbahn aus dem Weg gehen würden, nebeneinander
untergebracht. Jeder wird sich vorstellen können, welche Tortur
es für flinke, bewegungsfreudige Tiere ist. Nach einem kurzen
Leben in Gefangenschaft werden sie getötet, entweder durch
Vergasung, Genickschlag, Elektroschock oder Injektion eines Giftes.
Diese Tötungsarten sind nicht schmerzfrei, da daß
"Abpelzen" unter einem gewissen Zeitdruck steht. So werden
die Tiere meist noch, wenn sie warm sind, gehäutet.
Ein Verbot des Fallenfangs von Pelztieren und ein Importverbot für Felle und Pelzprodukte, die auf solch grausame Art gewonnen wurden.
Ein generelles Verbot der Haltung und Zucht von Pelztieren. Vor allem ist die Käfighaltung der Pelztiere in Farmen abzuschaffen.
Wollen Sie sich mit einer Leichenhaut schmücken?
Sie als Verbraucher haben es in der Hand, ob die Tierquälerei bei Fang und Haltung von Pelztieren ein gutes Geschäft bleibt.